Das analoge Roulette am Spieltisch hat mit den modernen Online Games genauso viel gemeinsam, wie sich diese beiden unterscheiden. Bei beiden steht hinter der Festlegung des Spielergebnisses ein Zufallsgenerator. Doch Zufall ist nicht gleich Zufall. Wir widmen uns in diesem Artikel einmal dem mathematischen Aspekt des Glücksspiels. Dabei braucht Ihr kein überragendes mathematisches Verständnis. Alle Phänomene erklären wir verständlich und mit anschaulichen Beispielen.

1.   Es gibt unterschiedliche Arten von Zufällen

Zufall – was ist das eigentlich? Das Wort beschreibt eine Situation, in der sich die Gegebenheiten aus Faktoren ergeben, auf die Personen keinen oder nur eingeschränkten Einfluss haben.

Ein Beispiel: Wir befinden uns auf dem Fußballfeld. Die Gastmannschaft qualifiziert sich für ein Elfmeterschießen. Der Spieler schießt, trifft den Torpfosten und der Ball prallt so ab, dass er den Torwart genau am Kopf trifft. Der Schuss des Spielers hat also den gegnerischen Torwart verletzt, ohne dass die Absicht des Spielers war, den Torwart zu treffen. Schließlich galt es, ein Tor zu schießen. Das ist Zufall.

Zusammengefasst bedeutet dieses Beispiel: Der Zufall, dass der Ball den Torwart am Kopf trifft, war nur möglich, weil der schießende Spieler den Torpfosten genau in der richtigen Weise (obwohl versehentlich) getroffen hat.

Slot Machines und der Zufall

Wenn Ihr online die besten Freispiele ohne Einzahlung 2022 im Online Casino erhaltet und die gratis Runden spielt, wird Euch dasselbe Prinzip bei jeder einzelnen Spielrunde an der Slot Machine begegnen. Allerdings ergibt sich der Ausgang des Spiels nicht durch einen Zufall in der physischen Welt, sondern durch einen digitalen Prozess. Anders gesagt: Der Zufall wird in diesem Fall berechnet. Warum ist das wichtig? Nun, weil das ein entscheidender Unterschied zwischen digitalen Slots und zum Beispiel Roulette oder unserem obigen Beispiel ist. Diese beiden Arten, einen Zufall zu generieren, haben auch unterschiedliche Bezeichnungen, auf die wir im Folgenden näher eingehen.

2.   Es gibt den echten Zufall und den Pseudo-Zufall

Das klingt erst einmal sehr undurchsichtig. Allerdings lässt sich der Unterschied sehr einfach erklären. Dafür greifen wir wieder das Beispiel der Slots, des Roulettes und des Torwartes auf. Zuerst müssen wir uns fragen: Was ist der große allgemeine Unterschied zwischen Roulette und dem Torwart auf der einen und einer digitalen Slot Machine auf der anderen Seite?

Ganz genau! Die Slot Machine gibt es nicht in der physischen Welt. Sie ist eine Simulation. Und wie oben bereits beschrieben, wird das zufällige Spielergebnis errechnet. Genau das ist ein Pseudo-Zufall. Er ergibt sich durch einen Algorithmus, den sogenannten PRNG (pseudorandom number generator). Der Zufall wird also künstlich erzeugt. Das unterscheidet ihn stark von dem beim Roulette.

Roulette und der echte Zufall

Aber wie kommt der Zufall bei dem Torwart oder beim Roulette zustande? Auch hier gehen wir erst einmal in den Vergleich: Was haben die Situation des Torwartes und Roulette gemeinsam? Richtig! Sie finden beide in der physischen Welt statt. Das bedeutet, der Ausgang des Roulette-Spiels und die Situation des Torwartes sind Einflüssen ausgesetzt. Hier muss nicht erst ein Algorithmus ein zufälliges Spielergebnis errechnen. Die herrschenden Bedingungen sorgen selber für das zufällige Ergebnis. Anhand des Roulettes als Beispiel können das folgende Bedingungen sein:

  • Material der Kugel
  • Oberflächen-Struktur der Kugel
  • Alle andere Materialien und deren Eigenschaften
  • Geschwindigkeit, mit der die Kugel angerollt wird
  • Luftbewegungen und Temperatur
  • Vibrationen des Tisches durch zum Beispiel Schallwellen (Musik)

Dieser Liste könnten wir noch viele weitere Einflussfaktoren hinzufügen. Allerdings ist mit diesen Beispielen klar: Der zufällige Ausgang einer Runde Roulette wird nicht durch einen Algorithmus gesteuert, sondern durch die Bedingungen der Umgebung. Das ist der echte Zufall. Für Geräte wie das Rad eines Roulette-Tisches gibt es auch eine eigene Bezeichnung. Sie werden TRNG (true-random number generator) genannt.

3.   50/50: Mehr Spielrunden erhöhen die Gewinnchance nicht

Auch wenn der Weg zum zufälligen Ergebnis mit dem PRNG und dem TRNG in unterschiedlicher Weise erreicht wird,bleibt die Gewinnchance bei beiden gleich. Wenn eine Slot Machine im Online Casino mit einer Quote von 50/50 ausgezeichnet ist, ist diese damit genauso hoch wie die Quote für Schwarz oder Rot beim Roulette. Daran ändert sich auch die Art des Zufalls nicht.

Ebenfalls hat die Anzahl der Spielrunden keinen Einfluss auf diese Gewinnchance. Sie bleibt immer bei 50/50. Allerdings kann es bei zusätzlichen Spielrunden sein, dass ein Gewinn erzielt wird, obwohl alle vorherigen Runden verloren wurden. Die Chance, dass das passiert, ist allerdings nicht höher, nur weil die Runden davor Verluste waren, sondern – Ihr werdet es erraten – immer noch 50/50. Warum ist das so?

Der Grund hierfür liegt darin, dass die Gewinnchance lediglich angibt, welche möglichen Ergebnisse auf statistischer Ebene erspielt werden könnten. Bei einem Münzwurf besteht die Möglichkeit ‚Kopf‘ oder ‚Zahl‘. Beide Möglichkeiten sind gleich wahrscheinlich (50/50). Das heißt aber nicht, dass bei zehn Münzwürfen fünfmal ‚Zahl‘ und fünfmal ‚Kopf‘ gewinnt.

Fazit

Slot Machines, Roulette und andere Glücksspiele sind eine tolle Chance, sich mit dem Begriff des Zufalls zu beschäftigen und zu verstehen, was es eigentlich mit Wahrscheinlichkeiten auf sich hat.

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