Mit Mathematik und Spielen zum Millionär werden klingt nach einer schlauen Idee. Das Konzept kennen wir aus Hollywood-Filmen wie Rain Man, in dem ein Autist durch seine Inselbegabung beim Blackjack gewinnt, indem er zählt und immer im Kopf hat, welche Karten noch kommen können. 

Tatsächlich versuchen so viele Menschen auf diese Art in Casinos zu gewinnen, dass regelmäßig Spieler Hausverbot erhalten. Aber wie sieht es mit den anderen Glücksspielen in Casinos aus? Sind sie wirklich reines Glück oder können wir sie mit der richtigen Rechentechnik beeinflussen?

Mit Mathematik die Gewinnchancen erhöhen

Meistens werden wir von den Casinos selbst darauf hingewiesen, dass sich die Gewinnchancen beeinflussen lassen. In Spielen wie Keno kann sich der Spieler selbst aussuchen, wie viel Risiko er akzeptieren möchte. Versucht man bei einer Auswahl von 10 aus 80 möglichen Zahlen eine darin enthaltene Zahl vorauszusagen, ist der Erfolg sehr viel wahrscheinlicher, als jede einzelne der 10 gezogenen Nummern richtig zu erraten. 

Auf die Spiele mit höheren Gewinnchancen zu setzen, ist also eine Möglichkeit die Chance zu erhöhen und zu gewinnen. Nur die Gewinnhöhe steigt dadurch nicht mit, sogar im Gegenteil. Das ist Teil des Geschäftsmodells von Casinos. Würde jede Wette den gleichen Gewinn erzielen, würde jeder die höchste Chance wählen und das Casino würde im Gegenzug Geld verlieren. Stattdessen sind die Gewinnchancen der Spiele gut durchdacht und mit dem sogenannten Hausbonus sichert sich das Casino gleichzeitig Gewinne.

Promotionsaktionen wie die Woo Casino Bonus-Codes können diese prozentuale Benachteiligung der Spieler auffangen und ihnen, das Spiel verlockender machen.

House Edge

Der Hausvorteil hilft Casinos dabei, Gewinn zu machen. Er unterscheidet sich von Spiel zu Spiel und beschreibt, wie hoch der Vorteil des Casinos gegenüber dem Spieler ist. Er wird zum Beispiel dadurch bestimmt, ob das Spiel ein reines Glücksspiel ist oder durch die Fähigkeiten des Spielers beeinflusst werden kann. Bei Spielen mit Spielereinfluss wie Poker liegen sie in niedrigeren Bereichen wie 1 %. Glücksspiele wie Roulette oder Slots können dafür bei 10 % liegen.

Die goldene Regel des Hausvorteils ist es, dass die Wahrscheinlichkeit des Spielers zu verlieren ansteigt, je länger er spielt. Es ist im Grunde ein prozentualer Anteil von dem gesamten Einsatz, den ein Spieler bisher in dem Casino geleistet hat.

  • Setzt der Spieler 10 € auf eine Wette, um 100 € zu gewinnen, erhält er 90 € Gewinn. 
  • Verliert er, erhält das Casino 10 € und behält dazu seine 100 € Preisgeld. 
  • Der Spieler erhält 90 % des potenziellen Gewinns, während das Casino 100 % erhält.

Wird dies mit der geringen Wahrscheinlichkeit des Spielers verrechnet, zu gewinnen, ist das Casino besser aufgestellt, auch wenn die Gewinne geringer scheinen. Die Vorteile des Casinos sind also manchmal versteckt. 

Das wird besonders deutlich bei einem Roulette-Rad. Wir erhalten die Chance auf Farben, Zahlengruppen oder einzelne Zahlen zu setzen. Eine einzelne der 36 Zahlen zu erraten, bringt den höchsten Gewinn. Dabei vergessen manche Menschen, dass das Rad auch ein Feld für die Null hat.

  • Die Gewinnchance liegt aufgrund der Null nicht bei den erwarteten 35:1, sondern bei 36:1. 

Amerikanische Roulette-Räder besitzen zusätzlich eine Doppelnull. Der Hausvorteil kann bei dem gleichen Spiel also bei 2,70 % bis 5,26 % liegen, je nachdem welches Spielbrett genutzt wird. Auch bei der Wette auf Rot/Schwarz oder Gerade/Ungerade liegen wir also nicht bei einer Gewinnchance von 50:50.

Return to Player Percentage (RTP)

Die Gegenseite des Hausvorteils ist der RTP, die Prozentzahl des Spieleinsatzes, die wieder an den Spieler zurückgehen. Auf Deutsch nennen wir ihn die Auszahlungsquote. Wenn der Hausvorteil bei 1 % liegt, liegt der RTP bei 99 %. Die Größe des RTPs hilft dem Spieler dabei abzuschätzen, wie viele Gewinne er erwarten kann. Grob soll man bei einem RTP von 90 % auch 90 % des eingezahlten Geldes wieder zurückerwarten können.

Die Mathematik nutzen

Spiele mit höherem Hausvorteil haben in der Regel auch höhere Gewinne. Unser Ziel ist es also bei Spielen mit einem anständigen Hausvorteil mit Berechnungen und Strategien zu arbeiten, um den House Edge zu verringern und unsere Chancen zu vergrößern.

Die dafür genutzten Wahrscheinlichkeitsrechnungen basieren auf Mathematik. Einfach heruntergebrochen ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem einzelnen Münzwurf eine der beiden Seiten zu erhalten, gleich hoch. Bei einem Würfel haben wir dafür eine 5:1 Chance, die richtige Zahl zu erraten. Statt den 50 % liegt unsere Gewinnchance nur noch bei 16,7 %. Diese Zahlen dienen uns als Anhaltspunkt, um uns für eine bessere Wette zu entscheiden. In diesem Fall wäre der Münzwurf die sicherere Wahl.

Da ein Glück-Faktor zurückbleibt, kann man auch Wahrscheinlichkeitsrechnungen nicht als 100 % sicher betrachten. Je häufiger wir einen Würfel werfen, desto mehr verschieben sich die Wahrscheinlichkeiten. Wer zwei Sechsen hintereinander geworfen hat, hat eine geringere Wahrscheinlichkeit bei dem nächsten Wurf wieder eine Sechs zu würfeln. Ausgeschlossen werden kann das aber nicht. Dennoch dienen uns die Berechnungen als Aussicht darauf, wie wahrscheinlich es ist, dass etwas eintreffen wird oder nicht.

Andere Strategien, wie das Kartenzählen, sind eine Mischung aus Gedächtnisarbeit und Wahrscheinlichkeiten. Selten kann man sich alle Karten behalten, die im Spiel sind, oder kann nicht jede sehen. Auf die Fakten, die man sammeln konnte, wendet man dann die Wahrscheinlichkeitsrechnungen an, um sie durch diese Eingrenzung genauer zu machen.

Fazit

Der Hausvorteil bestimmt, wie viel seines Einsatzes ein Spieler in Casinos voraussichtlich verlieren wird. Spiele mit hohen Hausvorteilen benachteiligen den Spieler, aber locken mit höheren Gewinnen. Mathematiker haben Berechnungen angestellt, die detailliert festhalten, was die besten Spielzüge sind, um den Hausvorteil zu minimieren. Diese basieren beispielsweise auf den Größen der genutzten Kartendecks, der Anzahl an Mitspielern, den Karten, die offen liegen und verdeckt sind und den Karten, die man selbst auf der Hand hält.

Für Interessierte Spieler lohnt es sich, sich Bücher und Online-Artikel zu diesem Thema anzuschauen und die besten Spielzüge zu lernen. Weniger aufwendig ist es zum Beispiel bei Slotmaschinen mit dem RTP und dem House Edge zu berechnen, wie hoch Gewinnchancen und Prozente sind, die man verlieren wird.

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